Donnerstag, 29. mai 2008

Stunden hat es mal wieder gedauert, bis das Betriebssystem neu installiert war. Prinzipiell ist das ja so eine Idee, wenn man das mit Menschen auch machen könnte - mal ein neues Betriebssystem installieren... immerhin scheint die Technik immer menschlicher zu werden, wie kommt's, von wem sind die Dinger denn schließlich gebastelt worden? Immer menschlicher, ja, das heißt, immer schwerer zu durchschauen, immer komplizierter und vor allem: immer wieder auch mal eigenwillig.

Das mag ja daran liegen, dass sich Materie nun einmal nicht mit unbegrenzter Haltbarkeit produzieren lässt. Ein kleiner Kratzer hier, ein kleiner Kratzer da... und schon gehen Stunden drauf, bis die Installations-CD sich endlich gnädig dazu herablässt, das Insgesamt der nötigen Dateien auf den Rechner zu basteln. Bis es soweit ist, stürzt der Rechner erstmal ab. Und ab. Und ab. Und nochmal ab. Der Kampf also mit der Technik, ein Tauziehen des Willens, die Frage, wer am längeren Hebel sitzt.... Machtkämpfe beinahe, wie menschlich das Ganze doch ist.

Ein Abbild der Zwischenmenschlichkeit, aber auch der Dynamik des menschlichen Organismus. Die einzelnen Systeme brauchen einander und wehe, eines fällt aus. Kein Programm merkt sich alles, so wie Einstein, der es nicht für nötig hielt, sich zu merken, wie gross die Schallgeschwindigkeit ist. Wozu auch? Warum also sollte er seine grauen Zellen mit Infos belasten, die man in jedem Lexikon nachlesen kann? Programme machen es also auch so (Nachahmer, Hinterherläufer...) und benutzen Bibliotheken, DLLs genannt. Aber die ganz faulen, das sind im Grunde die Geräte.... ohne einen Treiber geht gar nix. So originalgetreu dem menschlichen Körper nachempfunden, der sich gelegentlich ja auch gegen jede Anstrengung wehrt... und es muss natürlich der richtiger Treiber, oder die richtige Treiberin sein, sonst bewegt sich gar nix.

Das Dateisystem: eine gewisse Neigung zur Adipositas lässt sich nicht leugnen, die Programme werden immer dicker, gerade weil sie up-to-date sein wollen. Und je mehr sie upgedatet wird, die Festplatte, umso schwerfälliger quält sie sich durch Bits und Bytes und kommt bei dem vielen Zeugs immer mehr durcheinander. Früher konnte man sie noch erkennen... die einzelnen Segmente, die beim Defragmentieren hin und her bewegt werden.... heute sind man nur noch Streifen. Wie im richtigen Leben: die Unordnung ergibt sich von selbst. Und ebenfalls wie im richtigen Leben kommen sich die Ordnung schaffenden Kräfte gelegentlich in die Quere. Da gibt es die Saubermänner, Cleaner, so wie Leon der Profi oder wie Mütter, die das wieder aufräumen dürfen, was Kinder "nur mal so kurz" temporär irgendwo deponiert haben. Das Chaos, das sind die Fragmente, die verstreut irgendwo herumliegen... logisch, je mehr Bestandteile, um so länger sind die Suchzeiten. Neudeutsch müsste also der Impuls zum Aufräumen also als Defragmentierungsaktion definiert werden und die Übertragbarkeit liegt auf der Hand. Irgendwie geht es immer wieder darum, zusammenzusammeln, was zusammengehört... so wie das deutsche Volk, das ja noch damit beschäftigt ist, Mauern zu überwinden... Schlimme Krankheiten kann man sich einhandeln, wie wahr, vor allem, wenn man sich in der Öffentlichkeit zeigt, sich irgendwo herumtreibt und einen Virus dabei einfängt. Wo kommen wir da hin, wenn sich die dummen Dinger einfach so fortpflanzen! Da muss dann schon mal ein Programm unter Quarantäne gestellt werden, ab und zu wird eine befallene Datei auch einfach ausgelöscht (wie brutal!), und muss dann ersetzt werden. Im Grunde kein Problem, Dateien gibt es ja genug, aber es muss eben auch die richtige sein. Selbst die Volkszählung ist an der Technik nicht vorbeigegangen, oder umgekehrt, sie hatte ja auch mehr als 20 Jahre Zeit dafür... alles muss registriert werden. Die Registry - die hat bestimmt ein Deutscher erfunden. Und der Papierkorb... na egal. Probleme gibt es, wenn irgendwo etwas nicht mehr zu finden ist, weil der Registrierungseintrag fehlt - wie im richtigen Leben also, alles muss seine Ordnung haben. Ohne Eintrag läuft nix.

So, genug gelabert. Ich logge mich jetzt ein und wenn dieser Artikel erscheint, dann weiss ich: es kann weitergehen im Blog.

von Methusalem veröffentlicht in: EDV Community: Wellness und Gesundheit
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Samstag, 26. april 2008

Es gibt ja immer wieder Leute, die mich für recht fit am PC halten... also, ich habe da so meine Zweifel, aber ein paar Erkenntnisse und Einsichten möchte ich doch einmal hier erwähnen. Vielleicht hat der eine oder die andere ja etwas Nützliches zu ergänzen. Blogleser sind notwendigerweise im Internet aktiv, und da gibt es auf jeden Fall eine wichtige Frage, um die sich niemand auf Dauer herumdrücken kann:

Wie schütze ich meinen PC?

Sicherheitsprogramme

Man kann sich darüber streiten, was wichtig und sinnvoll ist. Auf die Seite www.sicher-im-netz.de möchte ich verweisen, und zwei wichtige Schlussfolgerungen ableiten.
Zum einen betrifft das Viren, die einzige Form des Lebens, die der Mensch jemals geschaffen hat, bezeichnenderweise destruktiver Natur (folgt man den Überlegungen von Steven Hawkings). Die anthropologischen Implikationen dieser Definition von Leben (über die Reproduktion) möchte ich hier mal beiseite lassen.
Auf jeden Fall sind die Dinger eine Plage - ohne einen Antivirenscanner geht es einfach nicht.
Welcher nun der Beste ist... getestet habe ich mehrere im Laufe der Jahre, mich umgehört, was Leute so empfehlen, die als Informatiker für die Wartung von PCs zuständig sind. Die Meinungen gehen da auseinander, einige Programme tauchen aber immer wieder auf.
Interessant wäre eine kleine Umfrage zu verschiedenen Scannern und den Erfahrungen damit.
Zwei Dinge sind sicher allgemein zu sagen - es muss nicht immer ein teures Programm sein, manches gibt es auch umsonst, wenn man weiss, wo. Und - ein Antivirenscanner, der nicht regelmäßig aktualisiert wird, taugt nicht viel. Täglich kommen neue Viren dazu, wer glaubt, es genüge, alle paar Wochen den Scanner laufen zu lassen und zwischendurch längere Zeit querbeet im Internet surft, könnte bald feststellen, dass alle möglichen Dinge am PC nicht mehr funktionieren.
Der zweite Bereich betrifft einen Spywarescanner. Hier gibt es auch mehrere Möglichkeiten, und auch hier kann man nur empfehlen, regelmäßig das Prüfprogramm laufen zu lassen. Im Grunde ist es keine schlechte Idee, mehrere Programme von jeder Sorte zu verwenden - denn manchmal findet ein Programm etwas, das ein anderes nicht entdeckt. Mehr als zwei oder drei lohnen sich aber auch nicht - dabei kommt meistens nichts Neues mehr.

Defragmentierung

Eine typische Beobachtung, die sich immer wieder zeigt: wer längere Zeit mit einem PC arbeitet, kann feststellen, dass der Rechner immer langsamer wird. Je mehr Programme und Dateien sich sammeln, umso stärker wird die Festplatte fragmentiert - die Bestandteile der Dateien verteilen sich auf der Festplatte und es dauert immer länger, bis sie wieder zusammengesucht sind.

Ab und zu ist es also zu empfehlen, die Festplatte mal wieder zu defragmentieren. Und das geht mit dem Defragmentierungsprogramm, das ein ordentliches Betriebssystem einfach braucht. Unter Windows XP lässt es sich über das Symbol "Arbeitsplatz", "Eigenschaften", "Extras" starten. Das dauert seine Zeit... lohnt sich aber. Etwas nobler funktioniert die Defragmentierung mit dem Programm HS WinPerfect (www.haysoft.com), das mehrere Defragmentierungsvarianten bietet.
Im Einzelfall kann das bei einer größeren Festplatte wirklich Stunden dauern... Letzten Endes läuft der Rechner danach aber wirklich besser.


Datenträger bereinigen

Auch das ist ein Programm, das über das Symbol "Arbeitsplatz", "Eigenschaften", "Extras" abgerufen werden kann. Dabei lässt sich oft eine Menge Speicherplatz gewinnen... es können aber auch unliebsame Überraschungen auftreten, wenn etwa die temporären Dateien im Internet Explorer gelöscht werden. Problematisch wird es vor allem dann, wenn Kennwörter, die eingegeben wurden, plötzlich weg sind und das Gedächtnis sich einfach nicht mehr daran erinnern kann...

Für solche Probleme gibt es zwei Möglichkeiten.

a) Eine Liste anlegen mit Zugangsdaten und Kennwörtern. Am einfachsten funktioniert das mit einer kleinen Datenbank, aus der sich die Zugangsdaten einfach kopieren lassen. Auf eine kleine aber feine Datenbank komme ich später noch...

b) Einen Aktenkoffer anlegen, und dort entsprechende Dateien als Kopie sichern. Versucht habe ich diesen Ansatz zum Beispiel mit den Abonnierten Feeds... musste aber bereits feststellen, dass bei Löschen des Speichers über die Funktion im Internet Explorer auch die Sicherungskopie gelöscht wurde... also blieb nur, die entsprechenden Feedlinks wieder aus dem Papierkorb zu fischen.

Windows neu installieren

Alle paar Monate komme ich immer wieder an den selben Punkt: Windows wird neu installiert. Es ist extrem zeitraubend, sämtliche Wartungsprogramme durchlaufen zu lassen und dann zu bemerken, dass wohl doch irgendwo eine Macke in den Systemdateien nicht beseitigt werden kann. Gelegentlich müssen dann mehrere Programme neu installiert werden, meistens bleiben sie jedoch erhalten. Extrem aufwendig wird die Geschichte, wenn man erst einmal suchen muss, wo denn nun die Installations-CDs sind, wenn über mehrere Monate verteilt immer wieder neue Programme einfach installiert wurden, das Installationsprogramm selbst aber nicht auf der Festplatte ruht. In einer solchen Situation ist es wesentlich einfacher, wenn irgendwo auf der Festplatte ein Ordner mit Installationsprogrammen eingerichtet wurde - von dort aus lassen sich die benötigten Programme wesentlich schneller neu einrichten. Nur so nebenbei... falls die Installationsnummer für das Betriebssystem auf einem Schildchen am PC klebt, empfiehlt es sich ebenfalls, sie einmal sauber abzuschreiben... Ähnliches gilt für Registrierungscodes.

Das Problem mit den Updates

Langes Überlegen, hin und her... die automatischen Updates können sehr nervig sein, aber die automatische Installation ist trotzdem noch die einfachste Lösung. Über das Sicherheitscenter lässt sich der automatische Updatevorgang einrichten, bei Bedarf lassen sich Updates auch über die entsprechende Seite (im Sicherheitscenter angegeben) aufrufen. An einem Problemfeld kaue ich noch schwer... manchmal lassen sich die Updates erst beim Herunterfahren installieren, manchmal gar nicht. Und manchmal sind die Hinweise auf den Microsoftseiten nicht ausreichend... die Hintergründe sind mir gelegentlich wirklich ein Rätsel.

Kleine Hilfsprogramme

Bevor ich es wieder vergesse... eines meiner Lieblingsprogramme möchte ich noch erwähnen, das mich seit Jahren in verschiedenen Varianten begleitet: CueCards. Es ist kostenfrei abrufbar unter

http://www.mhst.net/cuecards2 und über Jahre hinweg weiterentwickelt worden. Als Kombination aus Textverarbeitung und Datenbankprogramm ist es schnell zu erlernen und mit den neuen Funktionen sehr vielseitig einsetzbar. Kurze schnelle Notizen, Gliederungen und Exportmöglichkeiten... es hilft, Ordnung zu schaffen und den Überblick zu behalten.

von Methusalem veröffentlicht in: EDV
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Zitat von philosophenlexikon.de

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