Zivilcourage

Veröffentlicht auf von Methusalem

Stell Dir vor, es ist Krieg - und keiner geht hin.

Es gibt viele Dinge auf der Welt, die schieflaufen... und nur deshalb möglich sind, weil andere es zulassen. Zivilcourage, verstanden als Einsatz für Gerechtigkeit, als Verteidigung von Werten, als Widerstand gegen Ungerechtigkeit, das ist - nüchtern betrachtet - gefährlich. Angst vor Nachteilen, Anpassungsdruck und die Tendenz, irgendwann nur noch "zu funktionieren" - das kann nicht gesund sein. Der Blick auf die Sozialpsychologie zeigt aber auch ein Phänomen, das mit dem Begriff "Deindividuation" so manches erklärt, das vordergründig kaum nachvollziehbar erscheint. In der Masse geht der Einzelne unter, entzieht sich der Verantwortung, trägt so manches mit, das im Grunde den eigenen Werten widerspricht. Was Zivilcourage ist und wie sie für den einen oder die andere konkret werden kann, das ist ein weites Feld. Mir genügt es, das Thema einfach einmal anzutippen - im folgenden Video sind einige Ansatzpunkte erwähnt, über die man lange nachdenken kann. Zivilcourage - gibt es das noch?


 

Veröffentlicht in Werte

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Gefangener-Engel 04/27/2009 09:23

Rolf!Habe dies hier gerade gefunden.Ich wünsche Dir einen guten Start in die Woche! Lieben Gruß, Claudia

Methusalem 04/27/2009 19:24


Das ist echt toll, da machen Kinder den Erwachsenen mal etwas vor... ich habe den Artikel in meine Linksammlung aufgenommen. Lieben Gruß, Rolf.


Gefangener-Engel 04/24/2009 00:10

Mein Gerechtigkeitssinn ist wirklich heftig - möchte ihn aber nicht wirklich missen!!! Allerdings liegt mir dieser wohl im Blug = in meinem Sternzeichen ... ich krieg´s halt immer richtig dicke

Methusalem 04/27/2009 19:28


Gerechtigkeitssinn ist ja etwas Wertvolles... Aber wie sagte einmal ein Staatsanwalt zu mir: "Juristen interessieren sich nicht für Gerechtigkeit!" - inzwischen hat ein Jurist doch mal etwas über
Gerechtigkeit geschrieben, aber im Allgemeinen müssen wir damit leben, dass Vieles auf der Welt eben nicht gerecht ist.


Iris 04/22/2009 12:40

Ich habe "leider" einen ausgeprägten Gerechtigkeitssinn und war lange Zeit als Mitarbeitervertretung tätig. Das hat von mir oft eine Menge Mut abverlangt und ging nicht selten über meine Zivilcourage hinaus. Ich hatte oft Angst. Da kann man echt krank werden. Zivilcourage in solchen "kleinen Lebensbereich" hat nicht selten nur wenig Lobby. Gerade deshalb bewundere ich Zivilcourage im einfachen Alltag am meisten. LG Iris

Methusalem 04/27/2009 19:30


Die Situation von Mitarbeitervertretungen ist nicht immer einfach... und die Möglichkeiten sind immer auch begrenzt. Die Frage ist: wer trifft die Entscheidungen? Wer räumt wem welche
Mitspracherechte ein? Und - wie groß ist der Aufwand, den man betreiben muss, um etwas zu erreichen - oft mit der Unsicherheit, ob die Arbeitnehmer dann auch wirklich dahinter stehen? LG Rolf


Gefangener-Engel 04/21/2009 22:49

... vielleicht habe ich damit unbewusst demonstriert, was ich mir von ihnen sehnlichst gewünscht habe, ohne es zu wissen!?

Methusalem 04/23/2009 23:05


...durchaus möglich! Auf jeden Fall hat es wohl dazu beigetragen, den Sinn für Gerechtigkeit zu entwickeln.


Gefangener-Engel 04/21/2009 15:22

Bisher war ich immer diejenige, die sofort gehandelt hat, wenn ich gesehen habe, dass jemand in NOT ist - und ich möchte hoffen, dass dies auch so bleibt, mag es auch irgendwann einmal ungut für mich ausgehen!!! Ich überlege erst gar nicht ... ANGST kenne ich in dem Moment nicht = sie ist einfach ausgeschaltet. Ich bin absolut gegen Gewalt (!!!), gehöre auch nicht zu den Mädels, die sich prügeln (noch NIE!) - aber ich bin die Letzte, die nicht zwischen eine Schlägerei geht, sobald ich sehe, dass jemand wehrlos u./o. verletzt am Boden liegt!!! Vielleicht liegt es daran, dass ich mich als Kind oftmals zwischen meine Eltern gestellt habe ... um einen von ihnen zu (be-)schützen!?

Methusalem 04/21/2009 21:15


Ich mag auch keine Gewalt - Gewaltfreiheit ist für mich ein sehr hoher Wert. Als Kind zwischen den Eltern zu stehen, das ist allerdings etwas sehr Belastendes. Wenn ich mit Leuten zu tun hatte, die
innerlich unausgeglichen waren, sich "zerrissen" fühlten, stand oft die Trennung der Eltern dahinter.. Eltern sollten ihre Kinder beschützen, nicht umgekehrt!