Effizienz: aufgebohrt (9)

Veröffentlicht auf von Methusalem



Hinter der ersten Aussage „ich freue mich, wenn ich etwas erreichen kann“ steht das Prinzip der Selbstverstärkung. Selbstverstärkung kann auch die Vorwegnahme, die Vorstellung positiver Bewertung durch andere sein. Solche Prozesse geschehen ständig, sie müssen nicht deutlich bewußt werden, um wirksam zu sein. Geht es jedoch um Zielvorstellungen, die wenig durch äußere Anerkennung gestützt werden, ist die Selbstverstärkung im Rahmen der Effizienzinstruktion besonders wichtig. Es bedeutet, Fortschritte für sich selbst bewußt zur Kenntnis zu nehmen, mit sich selbst einen „wohlwollenden Dialog“ zu führen, der erreichte Ziele schätzt und achtet. Ziele setzen, sie als wertvoll zu erachten, das setzt auch klare Formulierungen voraus. Für die Formulierung von Zielen gibt es mehrere Vorschläge aus der Literatur zum Thema Selbstmanagement und Zeitmanagement. Besonders erwähnen möchte ich den Ansatz von Shane Murphy, der von Aktionsorientierung spricht (MURPHY, S. (1997). Die Kunst, erfolgreich zu sein.
München: Deutscher Taschenbuch Verlag GmbH & Co. KG, S. 37). Ziele aktionsorientiert zu formulieren bedeutet, die Tätigkeiten zu beschreiben, und nicht das Ergebnis. An Zielen zu arbeiten bedeutet also einerseits, sich Klarheit über die je eigenen Ziele zu verschaffen. Noch wichtiger aber ist die Konzentration auf das Handeln. 

(zur Fortsetzung)
 

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Sabine 01/23/2009 09:13

Danke Methusalem, ich hatte gerade einen ganz gewaltigen Aha-Effekt. Das was du schreibst, ist mir eigentlich nicht wirklich neu, aber die Art, wie du darüber schreibst, bringt bei mir ganz viele lose Puzzleteile zusammen.Liebe GrüßeSabine

Paramantus 01/18/2009 13:55

Schön gesagt... Trotzdem komme ich nicht drumherum auf den anderen Murphy hinzuweisen. Du weißt schon, der mysteriöse Murphy mit seinen Gesetzen zum Alltag. Wer solche Regeln wie "alles was schiefgehen kann, geht auch schief" im Hinterkopf behält, meistert Schwierigkeiten oft unbeschwerter - oder wird depressiv... Dann vlt. doch lieber Shane Murphy, hehe...Schönen Gruß

Methusalem 01/18/2009 16:56


..der Hinweis ist durchaus berechtigt und alle Blogger wissen das: was schiefgehen kann, geht irgendwann auch einmal schief. Die gesündere Haltung scheint mir zu sein, das alles mit Gelassenheit zu
sehen... ohne deshalb in Katastrophendenken zu verfallen, sich immer die schlimmsten Dinge auszumalen und zu der "weisen" Schlußfolgerung zu gelangen, dass doch alles ganz furchtbar ist... Shane
Murphy versucht, Sportlern die Visualisierung des optimalen Bewegungsablaufs zu vermitteln. Also nicht an die Goldmedaille denken, sondern sich auf die Aufgabe konzentrieren.