Wenn Du willst, dass Dein Kind getötet wird

Veröffentlicht auf von Methusalem

wenn du willst,

dass dein kind getötet wird

dann bringe ihm bei

dass es da draußen einen feind gibt

den es umbringen muss

sobald es eine waffe halten kann

denn der feind

den dein kind töten soll

wird früher oder später

dein kind umbringen

und sei es auch nur

aus versehen

so nebenbei

als kollateralschaden

in einem "gerechten krieg"

wenn du willst

dass dein kind lebt

dann erkläre ihm den frieden

und nicht den krieg

denn solange es eine theorie

vom gerechten krieg

eine lehre vom "heiligen krieg" gibt

wird es auch menschen geben

die sich darauf berufen

und ihn früher oder später

beginnen

was für ein gott soll das sein

der die menschen erschaffen hat

damit sie töten?

dein kind wird leben

wenn es begreift

dass es keinen gerechten krieg gibt

dass krieg niemals heilig ist

dass es leben darf

wie jedes andere kind auf der welt

und nichts und niemand

ein recht darauf hat

die existenzberechtigung des lebens

irgendeines lebens

in frage zu stellen

gerecht 
kann nur der frieden sein
und heilig
nur das leben
 

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Der gerechte Krieg

Der heilige Krieg

Musik für den Frieden

 

 

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Veröffentlicht in Poesie

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Markus 01/06/2009 17:40

ky 01/06/2009 13:42

Millionen Einzelne ergeben, noch retten sie eine Demokratie. Und eine Einzelne kann mit viel unbedachtem Gerede auch viel darin kaputt machen. Weil sie, eben, wenig Geist zeigen will, etwas richtig zu unterstützen. Die Ohnmacht vieler zeigt sich im Machtmissbrauch einzelner. Ändert sich was daran? Wie man sieht nicht. Merken doch auch immer mehr im eigenen Lande, wie sehr sie immer weniger beteiligt sein dürfen, an dem, was für Eliten und Etabliert verteilt werden soll. Aber das ist ein anderes Thema. Nur der Zusammenhang gilt zu erwähnen. Fest steht: es wird vor unseren Augen gemordet und wir schauen zu, weil es die mehrheitliche Ansicht, der gemeine Unverstand so zulässt.ky

Methusalem 01/12/2009 22:40


In Israel scheint es keine besonders aktive Friedensbewegung zu geben, wie ich den Blogs entnommen habe... vielleicht liegt es aber auch daran, dass Frieden mit Schwäche und einer Haltung verbunden
wird, die darauf hinausläuft, sich "alles gefallen zu lassen". Im Grunde ist doch die Frage, wer ist eigentlich der Feind? Geht es um Menschen oder um eine Ideologie, die den Krieg verherrlicht und
Kinder auf eine fragwürdige Sinngebungsleistung (im heiligen Krieg zu sterben nämlich) festnagelt? Nicht einfach nur zuzusehen, damit meine ich, gegen eine menschenverachtende Ideologie
anzukämpfen. Müde bin ich dabei irgendwie doch geworden, weil sich mir die Frage aufdrängt - wen interessiert das schon groß und was kann ich schon tun?


G. Weber 01/06/2009 12:52

Ein Hoch, wer solche Gedanken in sich trägt.Im Leben kommt`s immer auf den einzelnen darauf an.Nicht die anderen entscheiden. Ich entscheide mit.Wenn solche Kinder folgen. "Lasst Kinder an die Macht"Viele Grüsse

Methusalem 01/12/2009 22:34


Die Naivität von Kinderfragen kann wirklich entwaffnend sein, in mehrfacher Hinsicht... warum hören die nicht einfach auf, das tut doch weh? Erwachsen sein heißt abgebrüht und weniger empathisch zu
sein. Diese "erlernte Gleichgültigkeit" wieder rückgängig zu machen ist nicht einfach. Verstehe ich mich als Weltbürger, ist ein Krieg irgendwo auf der Welt wirklich schmerzhaft. Über diesen
Schmerz zu der Frage zu kommen, was denn nun tatsächlich möglich ist, führt aber auch schnell an Grenzen.... komplizierte Probleme sind eben schwierig...


ky alain 01/06/2009 11:24

Solange Staatsvertreter, wie Frau Merkel, es lapidar dabei belassen, den Schwächeren die Schuld zuzuweisen, indem sie sagen "die Hamas ist schuld!" und die Kanzlerin sich aus dem Schneider wägt, solange werden Unschuldige (nicht nur Kinder) gemordet. Und die Welt schaut zu, wartet aufs Ende der lästigen Nachrichten...ky

Methusalem 01/12/2009 22:25


In den letzten Tagen habe ich mich immer wieder mit dem Nahostkonflikt auseinander gesetzt. Manches verstehe ich jetzt besser, vor allem durch die Blogs aus Israel und dem Gazastreifen. Mir ist
auch deutlich geworden, welche Verpflichtungen sich aus der Solidarität mit Israel für Deutschland ergeben. Der Einsatz für Verhandlungen aber ist möglich und da hat sich ja auch etwas getan -
Schuldzuweisungen bringen nicht viel...