Resilienz: vom Aushaltenkönnen

Veröffentlicht auf von Methusalem

Dem Begriff "Resilienz" nachgehen... was ist das für ein Merkmal, das Menschen befähigt, etwas auszuhalten? Drei Hinweise möchte ich angeben, die näheren Aufschluss über den Begriff geben.

In der "Karrierebibel" bezieht Jochen Mai Resilienz auf Schicksalsschläge und definiert Resilienz damit auf die Fähigkeit, "Lebenskrisen ohne anhaltende Beeinträchtigung durchzustehen".
Ursula Nuber stellt in ihrer Darstellung die Chancen positiver Entwicklung in den Mittelpunkt.

Drittens schließlich... taucht zu meiner Freude auch Boris Cyrulnik auf - in einem Artikel bei gofeminin, der den Zusammenhang zwischen Resilienz und der Verarbeitung traumatischer Erlebnisse beschreibt. Das Geschehene akzeptieren und damit weiterleben - im Klappentext des Buches (CYRULNIK, B. (2001). Die Kraft, die im Unglück liegt. München: Wilhelm Goldmann Verlag) steht ein bemerkenswertes Zitat: "Sie hatten eine glückliche Kindheit? Das tut mir sehr leid. Dann hatten Sie nichts, an dem Sie sich beweisen konnten".

Ist Resilienz lernbar? Was würde es bedeuten, wenn Kindern bereits in der Grundschule beigebracht würde, wie man mit schwierigen Situationen fertig wird? In Amerika gibt es solche Ansätze:

"Beigebracht werden den Kindern die Kernpunkte der Resilienz: Suche dir einen Freund, und sei anderen ein Freund. Fühle dich für dein Verhalten verantwortlich. Glaube an dich selbst." (siehe dazu den Artikel von Ursula Nuber)

Etwas vorsichtiger, aber dafür belegbar, ist die Formulierung in der Darstellung bei Wikipedia:

Resilienz ist förderbar. Ob es um traumatische Erlebnisse in der Kindheit geht oder um die Krise eines Unternehmens in der Wirtschaft - das ist wohl ein Unterschied. Die zentralen Elemente, die hilfreich sind, wenn es darum geht, traumatische Erlebnisse zu verarbeiten oder eine Krise zu überwinden, sind allerdings verblüffend ähnlich.

Ein Patentrezept für alles und jeden in jeder Situation... ist schwierig und unrealistisch. Komplizierte Modelle und Theorien... sind vielleicht hilfreich. Vielleicht aber geht es um etwas viel Einfacheres, etwas - Kindliches. Etwas, das in einem einzigen Wort zu fassen ist: "trotzdem". Sagte da jemand "yes, we can!" ?

 




Diese Seite bookmarken Seite bookmarken

Veröffentlicht in Prävention

Kommentiere diesen Post