Positives Denken und Depression

Veröffentlicht auf von Methusalem

More than 7,000 school pupils from across the United Kingdom will be taking part in the trial of a new positive thinking programme led by the University of Bath designed to prevent children developing problems with depression.

 

Gefunden in Science Daily… und darüber möchte ich kurz berichten, was sich da in England tut. An der Universität Bath wurde ein neues Programm entwickelt, das in der Schule Depressionen vorbeugen soll. Auf der Website der Uni findet sich ein Artikel über das Projekt.

Professor Paul Stallard geht davon aus, dass 10 Prozent der Schülerinnen und Schüler Symptome zeigen, die auf ein hohes Risiko hinweisen, depressiv zu werden. Mit einem Programm, für das 1,25 Millionen Pfund zur Verfügung stehen, werden 13-16-Jährige im Positiven Denken unterrichtet. Damit soll Problemen im jungen Erwachsenenalter vorgebeugt werden. Der Ansatz folgt der Kognitiven Verhaltenstherapie, soll Fertigkeiten vermitteln, die sich auf Positives Denken, Problemlösungs- und Bewältigungsstrategien richten. Ziel des Programms ist es, auf die Herausforderungen des Lebens vorzubereiten. Die Idee: Widerstandskraft stärken und so schwerwiegenden Problemen im späteren Leben vorbeugen. Insgesamt 10 Wochen soll das Programm dauern, mit einer Lektion pro Woche. Im Januar 2009 soll es losgehen, von September 2009 bis Juli 2010 soll das Programm dann bewertet werden. Was nicht so deutlich beschrieben ist, aber auf der Hand liegt: wenn das Programm erfolgreich ist, müssten rein statistisch weniger depressive Störungen in den späteren Jahren auftreten.

Professor Stallard hat auch ein Buch geschrieben zum Thema: Think Good, Feel Good.

Soweit der Bericht, nun zur Frage, was sich daraus entwickeln könnte. Positives Denken ist zunächst ein schwieriger Begriff, der so manchen an Schönfärberei erinnern mag – die Maxime „denk positiv“ lässt sich als Anleitung zum unrealistischen Denken missverstehen. Eine gewisse Skepsis ist also angebracht. Die Grundidee des Programms lässt sich aber auf langjährige Forschungsansätze stützen, die Zusammenhänge zwischen Denkmustern und depressiven Symptomen belegen. Anerkannte und bestätigte Therapieansätze in der Schule umzusetzen – das ist ein interessantes Projekt. Die Chance, Probleme aufzufangen bevor sie sich verfestigen und zu gravierenden Störungen werden, ist auf jeden Fall eine Untersuchung wert. Vielleicht macht das Thema Prävention Schule?

 

 

Quellen:

http://www.sciencedaily.com/releases/2008/09/080918170622.htm

http://www.bath.ac.uk/news/2008/9/18/stallard180908.html

 

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