Zeitnahes Plädoyer für Nachhaltigkeit (Beitrag zur Blogparade)

Veröffentlicht auf von Methusalem

 


Zeit hat man nicht, Zeit nimmt man sich.
Für Menschen oder Dinge, die wichtig sind.

Okay, das ist mein Statement. Es läuft darauf hinaus, nicht so sehr über Zeitmanagement nachzudenken, sondern mehr der Frage nachzugehen, was wirklich wichtig ist.


Aaaaber... was ist den eigentlich wichtig, für wen in welchem Zusammenhang und welcher Zeit und warum? Hat Zeit etwas zu tun mit der Wahrnehmung von Relevanz, ist jene Grundkategorie der Anschauung in ihrer Subjektivität bezogen auf die Zeitwahrnehmung relevant in unserer Zeit oder zeitlos relevant in der historischen Perspektive der Zeitwahrnehmung als elementarer Bestandteil dessen, was wir Nachhaltigkeit nennen?

Es soll ja bekanntermassen vorkommen, dass die Nachkommen mit dem Einkommen nicht auskommen, hilfreich mag sein ein Abkommen über das Vorkommens des Mit-dem-Einkommen-nicht-Auskommens zu treffen, aber wenn sie den Zuvorgekommenen dann vorhalten wollten, sie seien nicht nachhaltig genug gewesen, werden sie nur dazu kommen, wenn sie nicht vorher umkommen.

Die Zeit vergeht, sagen wir und scherzhaft: wer nicht mit der Zeit geht, geht mir der Zeit.
Aber die Allgegenwart der Zeit beschreibt ihre Unvergänglichkeit präziser als das Ticken der Uhr.

die zeit...

...mal scheint sie endlos lang
das warten macht uns angst und bang

und mal vergeht sie wie im flug
das darf nicht sein - das ist betrug!


ob sie wohl alle wunden heilt?
wenn sie da so still verweilt
und dann davonläuft, weilt sie eilt


mal drängt sie, mal ist sie nicht da
mal steht die uhr, mal läuft sie ja
so langsam, dass die ewigkeit
den zeiger wohl schon eingeweiht
in das geheimnis, schritt für schritt
uns nimmt sie immer wieder mit
von stund zu stunde
tag um tag


niemand fragt, ob ich das mag
dass einfach so die zeit verstreicht
ändern kann ich's nicht - also: nimm's leicht


die zeit wird eng, dann wieder weit
man gewöhnt sich dran
wohl mit der zeit

Vielleicht verleiht erst das Nachdenken über Nachhaltigkeit der Vergänglichkeit der Zeit ihre Dauerhaftigkeit und ist damit die Voraussetzung für die zeitnahe Gestaltung der Nachhaltigkeit - denn wenn sie nachhaltig in ihrer Relevanz betrachtet wird, wird die Zeit für die Menschen knapper und knapper... und dann könnte es sein, dass die Menschheit, die Zeichen der Zeit nicht ernst genug nehmend, völlig irrelevant im Kontext der kosmischen Zeitrelationen, mit der Zeit eben auch geht.
Und dann erst, wirklich, haben wir keine Zeit mehr, uns die Zeit zu nehmen, über Zeit und den sinnvollen Umgang mir ihr nachzudenken. Nachhaltig.

Veröffentlicht in Querbeet

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Anita Buck 10/01/2008 15:32

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