Fit am PC?

Veröffentlicht auf von Methusalem

Es gibt ja immer wieder Leute, die mich für recht fit am PC halten... also, ich habe da so meine Zweifel, aber ein paar Erkenntnisse und Einsichten möchte ich doch einmal hier erwähnen. Vielleicht hat der eine oder die andere ja etwas Nützliches zu ergänzen. Blogleser sind notwendigerweise im Internet aktiv, und da gibt es auf jeden Fall eine wichtige Frage, um die sich niemand auf Dauer herumdrücken kann:

Wie schütze ich meinen PC?

Sicherheitsprogramme

Man kann sich darüber streiten, was wichtig und sinnvoll ist. Auf die Seite www.sicher-im-netz.de möchte ich verweisen, und zwei wichtige Schlussfolgerungen ableiten.
Zum einen betrifft das Viren, die einzige Form des Lebens, die der Mensch jemals geschaffen hat, bezeichnenderweise destruktiver Natur (folgt man den Überlegungen von Steven Hawkings). Die anthropologischen Implikationen dieser Definition von Leben (über die Reproduktion) möchte ich hier mal beiseite lassen.
Auf jeden Fall sind die Dinger eine Plage - ohne einen Antivirenscanner geht es einfach nicht.
Welcher nun der Beste ist... getestet habe ich mehrere im Laufe der Jahre, mich umgehört, was Leute so empfehlen, die als Informatiker für die Wartung von PCs zuständig sind. Die Meinungen gehen da auseinander, einige Programme tauchen aber immer wieder auf.
Interessant wäre eine kleine Umfrage zu verschiedenen Scannern und den Erfahrungen damit.
Zwei Dinge sind sicher allgemein zu sagen - es muss nicht immer ein teures Programm sein, manches gibt es auch umsonst, wenn man weiss, wo. Und - ein Antivirenscanner, der nicht regelmäßig aktualisiert wird, taugt nicht viel. Täglich kommen neue Viren dazu, wer glaubt, es genüge, alle paar Wochen den Scanner laufen zu lassen und zwischendurch längere Zeit querbeet im Internet surft, könnte bald feststellen, dass alle möglichen Dinge am PC nicht mehr funktionieren.
Der zweite Bereich betrifft einen Spywarescanner. Hier gibt es auch mehrere Möglichkeiten, und auch hier kann man nur empfehlen, regelmäßig das Prüfprogramm laufen zu lassen. Im Grunde ist es keine schlechte Idee, mehrere Programme von jeder Sorte zu verwenden - denn manchmal findet ein Programm etwas, das ein anderes nicht entdeckt. Mehr als zwei oder drei lohnen sich aber auch nicht - dabei kommt meistens nichts Neues mehr.

Defragmentierung

Eine typische Beobachtung, die sich immer wieder zeigt: wer längere Zeit mit einem PC arbeitet, kann feststellen, dass der Rechner immer langsamer wird. Je mehr Programme und Dateien sich sammeln, umso stärker wird die Festplatte fragmentiert - die Bestandteile der Dateien verteilen sich auf der Festplatte und es dauert immer länger, bis sie wieder zusammengesucht sind.

Ab und zu ist es also zu empfehlen, die Festplatte mal wieder zu defragmentieren. Und das geht mit dem Defragmentierungsprogramm, das ein ordentliches Betriebssystem einfach braucht. Unter Windows XP lässt es sich über das Symbol "Arbeitsplatz", "Eigenschaften", "Extras" starten. Das dauert seine Zeit... lohnt sich aber. Etwas nobler funktioniert die Defragmentierung mit dem Programm HS WinPerfect (www.haysoft.com), das mehrere Defragmentierungsvarianten bietet.
Im Einzelfall kann das bei einer größeren Festplatte wirklich Stunden dauern... Letzten Endes läuft der Rechner danach aber wirklich besser.


Datenträger bereinigen

Auch das ist ein Programm, das über das Symbol "Arbeitsplatz", "Eigenschaften", "Extras" abgerufen werden kann. Dabei lässt sich oft eine Menge Speicherplatz gewinnen... es können aber auch unliebsame Überraschungen auftreten, wenn etwa die temporären Dateien im Internet Explorer gelöscht werden. Problematisch wird es vor allem dann, wenn Kennwörter, die eingegeben wurden, plötzlich weg sind und das Gedächtnis sich einfach nicht mehr daran erinnern kann...

Für solche Probleme gibt es zwei Möglichkeiten.

a) Eine Liste anlegen mit Zugangsdaten und Kennwörtern. Am einfachsten funktioniert das mit einer kleinen Datenbank, aus der sich die Zugangsdaten einfach kopieren lassen. Auf eine kleine aber feine Datenbank komme ich später noch...

b) Einen Aktenkoffer anlegen, und dort entsprechende Dateien als Kopie sichern. Versucht habe ich diesen Ansatz zum Beispiel mit den Abonnierten Feeds... musste aber bereits feststellen, dass bei Löschen des Speichers über die Funktion im Internet Explorer auch die Sicherungskopie gelöscht wurde... also blieb nur, die entsprechenden Feedlinks wieder aus dem Papierkorb zu fischen.

Windows neu installieren

Alle paar Monate komme ich immer wieder an den selben Punkt: Windows wird neu installiert. Es ist extrem zeitraubend, sämtliche Wartungsprogramme durchlaufen zu lassen und dann zu bemerken, dass wohl doch irgendwo eine Macke in den Systemdateien nicht beseitigt werden kann. Gelegentlich müssen dann mehrere Programme neu installiert werden, meistens bleiben sie jedoch erhalten. Extrem aufwendig wird die Geschichte, wenn man erst einmal suchen muss, wo denn nun die Installations-CDs sind, wenn über mehrere Monate verteilt immer wieder neue Programme einfach installiert wurden, das Installationsprogramm selbst aber nicht auf der Festplatte ruht. In einer solchen Situation ist es wesentlich einfacher, wenn irgendwo auf der Festplatte ein Ordner mit Installationsprogrammen eingerichtet wurde - von dort aus lassen sich die benötigten Programme wesentlich schneller neu einrichten. Nur so nebenbei... falls die Installationsnummer für das Betriebssystem auf einem Schildchen am PC klebt, empfiehlt es sich ebenfalls, sie einmal sauber abzuschreiben... Ähnliches gilt für Registrierungscodes.

Das Problem mit den Updates

Langes Überlegen, hin und her... die automatischen Updates können sehr nervig sein, aber die automatische Installation ist trotzdem noch die einfachste Lösung. Über das Sicherheitscenter lässt sich der automatische Updatevorgang einrichten, bei Bedarf lassen sich Updates auch über die entsprechende Seite (im Sicherheitscenter angegeben) aufrufen. An einem Problemfeld kaue ich noch schwer... manchmal lassen sich die Updates erst beim Herunterfahren installieren, manchmal gar nicht. Und manchmal sind die Hinweise auf den Microsoftseiten nicht ausreichend... die Hintergründe sind mir gelegentlich wirklich ein Rätsel.

Kleine Hilfsprogramme

Bevor ich es wieder vergesse... eines meiner Lieblingsprogramme möchte ich noch erwähnen, das mich seit Jahren in verschiedenen Varianten begleitet: CueCards. Es ist kostenfrei abrufbar unter

http://www.mhst.net/cuecards2 und über Jahre hinweg weiterentwickelt worden. Als Kombination aus Textverarbeitung und Datenbankprogramm ist es schnell zu erlernen und mit den neuen Funktionen sehr vielseitig einsetzbar. Kurze schnelle Notizen, Gliederungen und Exportmöglichkeiten... es hilft, Ordnung zu schaffen und den Überblick zu behalten.

Veröffentlicht in EDV

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Methusalem 04/26/2008 22:11

So einigermassen... den allerneuesten Internet Explorer habe ich jetzt wieder entfernt. Ein paar Macken und Rätsel sind immer noch übrig, aber mir reicht es jetzt erst einmal für eine Weile... lg Rolf

équilibriste 04/26/2008 22:00

Ordnung und Überblick...der PC als Spiegel...? Läuft's wieder?lg, nicole