Ziele setzen

Veröffentlicht auf von Methusalem

Bewusst zu leben bedeutet auch, sich selbst Ziele zu setzen. Es scheint sich hier um einen Prozess zu handeln, der sich ständig und gewissermassen automatisch vollzieht.

Und manche Menschen haben ihre liebe Not damit, eine brauchbare Antwort zu geben, wenn man sie nach ihren Zielen fragt. Lange kann man darüber nachdenken und zu dem Schluss kommen, dass das alles ziemlich kompliziert ist... Vor allem dann, wenn die eigenen Ziele irgendwie nicht so recht zusammenpassen, sich gegenseitig im Wege stehen und sich dann ab und an der Eindruck breitmacht, eigentlich nichts so recht erreicht zu haben.

Der sicherste Weg zum Scheitern dürfte sein: alles wollen, alles auf einmal und alles sofort.
Etwas wirksamer dagegen die Strategie, eines nach dem anderen, ausgerichtet auf ein langfristiges Ziel, Zwischenziele formulieren und einen Schritt nach dem anderen gehen.

Ziele können motivieren - oder eine ganze Palette unangenehmer Gefühle auslösen. Sind sie unerreichbar hoch, nehmen sie jeder möglichen Anstrengung den Wind aus den Segeln, weil daraus ja doch nichts wird. Sind sie zu leicht erreichbar, scheint sich die Mühe vielleicht auch nicht zu lohnen. Insgesamt scheint es eine Kunst zu sein, wirklich gute Ziele zu finden, sich für Ziele einzusetzen, die es wert sind, verfolgt und erreicht zu werden.

In vielen schlauen Büchern steht bereits eine Menge darüber geschrieben, also will ich hier nicht das Ziel verfolgen, das Fahrrad neu zu erfinden. Und nicht vergessen, dass auch Spontaneität ihre Berechtigung hat - denn manches findet sich nur durch Leichtigkeit, eher beiläufig, beinahe ungewollt. Verbissen und angespannt einem Ziel nach dem anderen nachzurennen ist sicher nicht das, was ich mir unter "sinnvoller Lebensgestaltung" vorstelle. Der goldene Mittelweg könnte sein: wenige Ziele bewusst auszuwählen, sie dann aber auch wirklich ernst nehmen und konsequent verfolgen.

Veröffentlicht in Lebensentwurfarbeit

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