Lebensentwurfarbeit I

Veröffentlicht auf von Methusalem

Lebensentwurfarbeit ist ein schwieriges Unternehmen. Die Vorstellung, damit irgendwann einmal zu einem Ende kommen zu können, habe ich längst aufgegeben. Die Schwierigkeit ist - einen Anfang zu finden, ein Gesamtkonzept zu entwerfen, das sich dann konsequent ausarbeiten und realisieren lässt.

Kernthesen zu formulieren ist ein methodisches Prinzip, das vom Gedanken einer "Mitte" ausgeht, grundsätzlichen Anliegen also oder grundsätzlichen Definitionen des eigenen Selbst.

Das Lebenswertgefühl (der Begriff ist von Elisabeth Lukas übernommen) spielt dabei eine große Rolle. Die Frage "was macht mein Leben lebenswert?" ist ein Ansatzpunkt, der auf die eigenen Anliegen aufmerksam machen kann.

Lebensentwurfarbeit soll das Lebenswertgefühl erfahrbar machen. Sinn erfahren kann ich (so meine These), wenn ich und indem ich etwas Sinnvolles tue. Die Suche nach Sinn, verstanden als das Bemühen, dem eigenen Leben Sinn und Bedeutung zu verleihen, ist ein Ansatz, der im gesamten Lebensverlauf immer wieder wichtig werden kann und auch sollte. Die Kernthesen des eigenen Lebensentwurfs aufs Papier zu bringen ist das Bemühen, sich diese Bedeutungsverleihung auch bewusst zu machen. Der Begriff "Entwurf" bedeutet dabei immer etwas Vorläufiges, Provisorisches.


Fortsetzung: Lebensentwurfarbeit II

Veröffentlicht in Lebensentwurfarbeit

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