Montag, 5. mai 2008

01. Menschen sind vernünftig.

02. Menschen sind unvernünftig.

03. Es ist vernünftig, etwas Vernünftiges zu tun.

04. Es ist vernünftig, Unvernünftiges zu unterlassen.

05. Was vernünftig ist und was nicht, entscheidet die Vernunft.

06. Die Vernunft kann sich vernünftig mit sich selbst beschäftigen.

07. Es ist vernünftig, mehr von dem zu tun, was vernünftig ist.

08. Es ist vernünftig, weniger von dem zu tun, was unvernünftig ist.

09. Was vernünftig ist, kann auch Spass machen.

10. Was unvernünftig ist, kann auch Spass machen.

11. Es ist vernünftig, auch mal Spass zu machen, der nicht vernünftig ist.

12. Manchmal setzt der Spass der Vernunft ein Ende.

13. Manchmal setzt die Vernunft dem Spass ein Ende.

14. Manchmal tun wir Dinge, die vernünftig sind.

15. Manchmal tun wir Dinge, weil sie Spass machen.

16. Manchmal tun wir Dinge, die vernünftig sind und Spass machen.

17. Manchmal unterlassen wir Dinge, die Spass machen, aber nicht vernünftig sind.

18. Manchmal ist es unvernünftig, Spass zu machen.

19. Manchmal macht es Spass, unvernünftig zu sein.

20. Ohne Vernunft macht der Spass keinen Spass.

21. Auch die Vernunft hat ihren Spass, wenn der Spass Vernunft hat.

von Methusalem veröffentlicht in: Querbeet Community: Wellness und Gesundheit
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Sonntag, 4. mai 2008

Die Frage der Bewusstseinserweiterung, das Bedürfnis nach besonderen Erlebnissen und die Faszination veränderten Bewusstseins - so fremd diese Motive auch erscheinen mögen, sie gehören zum Menschsein dazu. Der Konsum von Halluzinogenen ist mindestens so alt wie ein anderes Medium, das auf der Entdeckung beruht, dass sich durch Klopfen Geräusche erzielen lassen. Musik als Medium: wenn ich das Bedürfnis nach Bewusstseinserweiterung anerkenne, andererseits den Gebrauch von Halluzinogenen nicht befürworten will, stellt sich die Frage nach Alternativen. Musik ist eine solche Alternative, und ist für mich persönlich der entscheidende Grund, warum ich keine Halluzinogene brauche. Abgesehen davon, dass mir die Realität meistens lieber ist...
Wie auch immer: irgendwie war es mir schon ein Bedürfnis, herauszufinden, was es mit veränderten Bewusstseinszuständen auf sich hat, gleichzeitig aber auch, Wege zu finden, die zurück auf den Boden führen, die Verankerung in der Realität neu begründen. Zumindest eines kann ich sagen: Musik hören oder selbst produzieren ist eine legale Angelegenheit, es gibt keine Horrortrips und keine Flashbacks. Dass man dabei die Welt um sich herum vergessen kann, das könnte schon zum Problem werden... aber wer damit umzugehen lernt, hat einen Weg entdeckt, der wesentlich gesünder ist als der Gebrauch von Halluzinogenen. Vielleicht ist es nicht so einfach, Musik hören zu lernen. Hören ist mehr als Sich-Berieseln-lassen, bei manchen Stücken ist es geradezu anstrengend. Das Besonder im Musikerleben findet sich selten in den Charts, in dem, was sich als populäre Musik als Ohrwurm aufdrängt, nicht in dem, was sich so nebenbei ergibt. Die Prozesse des Sich-Einhörens, die Wege zur Abstraktion des inneren Erlebens, das Wechselspiel von Eindruck und Ausdruck, das Sich-Verlieren und Sich-Wiederfinden in der Musik, all das hat viel mit Kunst zu tun.

Kurz gesagt: das, was manche Menschen in Drogen suchen, lässt sich auch auf anderen Wegen finden.

- Es gibt einen neuen Kommentar von R.V. -
und meine Antwort darauf. Okay, dann ist es eben kein Trotz, mir soll`s recht sein... Einen Aspekt möchte ich aber noch ergänzen: der Versuch, den Konsum von Suchtmitteln zu verstehen, führt früher oder später zu der Schlussfolgerung, dass es für manche durchaus eine Hilfe ist. Den Spruch "ohne Drogen könnte ich das Leben nicht aushalten" zumindest habe ich öfter mal gehört. Aber es lässt sich zeigen, dass es geht. dass man tatsächlich ohne Drogen leben kann. Das WIE ist dann eine individuelle Angelegenheit und manche brauchen eine Therapie dafür. Sicher ist: wer Drogen konsumiert, hat immer auch Gründe dafür. Wer darauf verzichtet, auch. Und die tiefste Ebene, die früher oder später zum Verzicht auf Halluzinogene und so manches andere erst recht führt, ist das "Ja" zum Leben. Ganz einfach oder?


Übrigens: es gibt Neuigkeiten im drop! (http://www.drop.io/methusalem Kennwort: melisse)

von Methusalem veröffentlicht in: Prävention Community: Wellness und Gesundheit
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Samstag, 3. mai 2008

"Paxan" ist im Februar 2007 entstanden, ein etwas komplizierteres Werk... und drückt einen gewissen Tatendrang aus. Es hat ziemlich lange gedauert, bis die einzelnen Teile zusammen passten und es sind immer noch technische Schönheitsfehler drin... es dauert vielleicht auch eine Weile, bis die Logik und innere Dynamik nachvollziehbar sind. Strukturales Hören ist angesagt...

von Methusalem veröffentlicht in: Musik Community: Wellness und Gesundheit
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Freitag, 2. mai 2008

"Warum begehen viele Leute Selbstmord? Wegen der Gesellschaft. Wegen anderen Menschen. Es gibt wohl kaum Leute, die Selbstmord begehen, weil sie kein Stoff mehr haben. Aber Leute, die ihnen immer wieder versuchen klarzumachen, dass er krank, süchtig und total KAPUTT ist, sind dran Schuld!! Diese immense DUMMHEIT und INTOLERANZ ist auf der ganzen Welt, in der ganzen verfluchten Gesellschaft!
Jeder Mensch will nur seinen Spaß, doch die Menschheit gibt dieser Person nicht die Freiheit, den Spaß auszukosten, in dem Falle: Drogen. Aber nein, Alkohol und Nikotin sind keine Drogen. Das sind ja Nervengifte...
Es gibt auch Leute, die konsumieren, jedoch wissen, dass es gesundheitsschädlich ist. Aber es ist ihnen gleichgültig, weil sie keine Lust mehr haben. Vielleicht gehöre ich zu dieser Gruppe. Noch bevor ich das erste mal Kontakt zu Drogen hatte, hielt ich nichts vom Leben. Ich propagiere Selbstmord und habe auch kein Problem damit, das hier zu sagen. Und ich glaube, viele Leute sollten mal Selbstmord ausprobieren, da wäre die Welt wohl schöner. Bewusstseinserweiternd wirken Halluzinationen so, dass man anfängt Dinge zu verstehen oder sich über Dinge Gedanken zu machen. Aber es hat viel mit der Psychologie zu tun.
Das tat gut, hier zu sagen, dass ich jeden hasse...
Ein hoch auf diese Gesellschaft, die mehr Wert auf Klischees und Vorurteile setzt, als auf Fakten! Vielen Dank!"

(R.V. aus dem LdT)

"Jeder Mensch will nur seinen Spass." Wenn ich diesem Prinzip folgen würde, käme ich kaum auf die Idee, jetzt hier zu sitzen und darüber nachzudenken, wie der Fremde aus dem Land der Träume zu seinen Auffassungen kommt... "Nur an den eigenen Spass denken" ist ein weit verbreitetes Prinzip in der Drogenszene. Klar: ich bin wichtig, alles andere ist mir egal. Im Grunde ist der Träumer sich selbst ja nicht wichtig, wenn er "keine Lust mehr hat". Legale und illegale Drogen sind zugänglich, also werden sie auch konsumiert - denn das Verbot selbst ist, wenn man "keine Lust mehr hat", ja auch egal. "Die Menschheit gibt dieser Person nicht die Freiheit, den Spass auszukosten, in diesem Falle: Drogen." Vor ein paar Jahren sagte mal einer meiner Kollegen: "in Deutschland hat jeder das Recht, sich totzusaufen". Eine Aussage, über die man lange nachdenken kann... Alkohol ist eben eine legale Droge. Aber das ist ebenfalls ein Problem - denn dagegen werden sich ebenfalls viele Menschen wehren, die Alkohol als "Grundnahrungsmittel" betrachten. Oder eben (die russische Variante) als "Medizin" (mit Pfeffer etwa). Zunächst frage ich mich, was es denn bedeuten soll, "den Spass auszukosten" - wenn der Spass früher oder später zu Straftaten führt, weil die benötigten Mengen an "Stoff" immer größer werden und irgendwann einfach nicht mehr finanzierbar sind, dann hört der Spass auf - mit welchem Recht erwartet da irgend jemand von "der Menschheit", dass sie Diebstähle, Raubüberfälle und sonstige Straftaten toleriert, nur damit der Süchtige "seinen Spass haben" kann? Hinzu kommt die Frage, wie es denn um "den Spass" wirklich bestellt ist - wie blind muss man selbst im Land der Träume sein, wenn man nicht (mehr) zur Kenntnis nimmt, wie oft der Konsum von Halluzinogenen kräftig daneben geht? Spätestens dann, wenn eingesehen wird, dass Drogen gesundheitsschädlich sind (in unterschiedlichem Ausmass, je nach Substanz und Menge), wird Drogenkonsum zu einem Akt der Autoaggression. Das anschließende Plädoyer für den Suizid ist nur die logische Weiterführung dieser Haltung. So sehr dieser Mensch sein Bewusstsein auch "erweitert" haben mag, der Weg nach innen, die Klärung der eigenen Gefühle scheint dabei auf der Strecke geblieben zu sein. Vielleicht hat es Erleichterung gebracht, auszudrücken "dass ich jeden hasse". In Klammern: auch mich selbst. Was sich hier zeigt, ist Trotz, Wut, Enttäuschung, Ärger, Wut, Zorn. Auf "die Gesellschaft". Auf "die Menschen". Auf wen genau, erfahren wir nicht, nur eine Andeutung ist da: jene, die andere darauf aufmerksam machen, dass sie sich mit ihrem Leben in Richtung Mülltonne bewegen, die sind "schuld". Schuld woran?
Lasst mich doch alle in Ruhe, steht zwischen den Zeilen , und: niemand darf mir sagen, was ich zu tun oder zu lassen habe... So ungefähr stelle ich mir die inneren Gedankengänge vor. Dass es eine Menge an Dummheit und Intoleranz auf der Welt gibt, möchte ich gar nicht bestreiten. Dass es Klischees und Vorurteile gibt, ist auch wahr. Aber zumindest, was mich betrifft: Fakten haben sehr wohl eine Bedeutung. Wer sich mit wissenschaftlichen Fragen beschäftigt, wird oft an einen Punkt kommen, an dem das bisher für wahr Gehaltene fragwürdig wird - Wissenschaft eignet sich dazu, die eigenen Vorurteile kritisch zu hinterfragen, immer wieder zu erkennen, dass so manches anders ist, als es bei oberflächlicher Betrachtung erscheint. Das hat auch etwas mit "Bewusstseinserweiterung" zu tun. Die bedeutendsten wissenschaftlichen Fortschritte verdanken ihren Ursprung allerdings nicht besonders intensivem Drogenkonsum - dahinter stehen Menschen, die sich mit einem bestimmten Problem lange und intensiv auseinandersetzen, forschen, sich austauschen, immer wieder überprüfen, ob einzelne Aussagen stimmen, eine Idee haben und ausarbeiten. Der Weg zur Erkenntnis ist lange und mühsam, voller Irrwege und oft genug auch frustrierend. Albert Einstein sprach vom "jahrelangen Tappen im Dunkeln", bis ihm der "Durchbruch zur Wahrheit" gelang. Die Vorstellung, hier eine Abkürzung zu finden, zur Erkenntnis des Wahrheit oder des Seins zu gelangen, in dem man sich eben irgend etwas "einwirft" - ist trügerisch. Sollte es um Kreativität gehen... dafür gibt es weitaus bessere Methoden. Als Argument für den Drogenkonsum ist die Suche nach Erkenntnis nicht tragfähig - auch dann, wenn so manche Einsicht im Traum entsteht, das Unterbewusstsein also zweifellos eine grosse Rolle spielt. Aber ich denke, die tieferliegenden Motive aus dem "Land der Träume" sind eher Probleme mit sich selbst. Da ist jemand, der mit sich und seinem Leben nicht (mehr) klar kommt, seine ungeklärte Wut gegen sich und andere richtet - und dabei urteilt und verurteilt, ohne irgend etwas wirklich Konstuktives zu schaffen. Konflikte mit sich selbst und anderen - ungeklärt, nicht bewältigt, also belastend. Der Weg in das Land der Träume ist nichts anderes als Flucht aus dem unerträglichen Leben. "Noch bevor ich das erste mal Kontakt zu Drogen hatte, hielt ich nichts vom Leben", schreibt er. Und jetzt wohl auch nicht.
"Bewusstseinserweiternd wirken Halluzinationen so, dass man anfängt Dinge zu verstehen oder sich über Dinge Gedanken zu machen. Aber es hat viel mit der Psychologie zu tun." - Eine interessante Aussage. Nur, was er da verstanden hat, ist nicht klar. Zumindest scheint es nicht klar geworden zu sein, dass Halluzinationen nur Täuschungen sind - die Wahrnehmungspsychologie dagegen zeigt uns anschaulich, dass die Dinge eben oft nicht so sind, wie es scheint. Manche Täuschungen lösen sich nicht auf, so genau man auch hinschauen mag - die Wissenschaft bedient sich deshalb verschiedener Methoden, um herauszufinden, wie es denn nun wirklich ist. Das Experiment spielt dabei eine grosse Rolle, aber auch die kritische Auseinandersetzung mit dem je eigenen Erkenntnishorizont. Das Ziel dabei ist aber nicht "noch mehr Täuschungen" zu produzieren, sondern "hinter die Täuschungen" zu gelangen. Halluzinogene führen hier also gerade in die falsche Richtung - und es ist ein mühsames therapeutisches Unterfangen, den Blick für die Realität neu zu entwickeln, die vielen verzerrten Wahrnehmungsmuster wieder zu korrigieren, die sich durch den Drogenkonsum entwickelt haben. Sich Halluzinogene einzuwerfen ist leicht - sich davon wieder zu lösen setzt voraus, immer wieder kritisch zu überprüfen, ob die Spinne, die da auf dem Boden krabbelt, wirklich da ist, ob die Türklinke sich wirklich bewegt und die Ameise auf dem Bildschirm vielleicht nur eine optische Täuschung ist. -
Dem Vorschlag, "Selbstmord auszuprobieren" kann ich mich absolut nicht anschliessen. Was heisst denn hier "ausprobieren"? Wenn es gelingt, war es das. "Da wäre die Welt wohl schöner" - ganz bestimmt nicht. Alles, was auf der Welt schön ist, ist entweder natürlich oder von Menschen geschaffen, die sich eben nicht umgebracht haben, sondern einen Sinn in ihrem Leben sehen, sich für etwas einsetzen, etwas tun. "R.V." hat sicher noch keine Entscheidung getroffen, ob er wirklich leben will. Weit davon weg, zu erkennen, dass das Leben eben nicht nur aus Spass besteht, ist absehbar, dass die Probleme noch grösser werden müssen, bis ihm vielleicht die Einsicht dämmert, irgendwie in einer Sackgasse gelandet zu sein. Drogen werden ihm sicher nicht helfen, das Problem zu erkennen, denn sie SIND das Problem. Je länger es dauert, um so schwieriger wird es, damit wieder aufzuhören. Möglich ist es. Wer die Möglichkeit hat, Drogen zu konsumieren, aus Trotz gegen die Eltern, die Gesellschaft, oder aus anderen Motiven einen Weg beschreitet, sich selbst und immer mehr auch anderen Schaden zuzufügen, der hat auch die Möglichkeit, Nein zu sagen. Irgendwann hört der Spass auf - und wenn es soweit ist, entsteht vielleicht mit etwas Glück auch die Bereitschaft, endlich zur Besinnung zu kommen. Spass haben kann man auch ohne Drogen. Das ist eine Tatsache. Vielleicht muss irgend jemand das dem einen oder der anderen einfach mal sagen.

von Methusalem veröffentlicht in: Prävention Community: Wellness und Gesundheit
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Donnerstag, 1. mai 2008

Was hat es mit der Droge Diethylethylamin wirklich auf sich? Zunächst einmal geht es um eine Substanz, die in verschiedenen Schlafmitteln enthalten ist. Der Wirkstoff 2-Diphenylmethoxy-N,N-dimethylethylamin wird auch als Diphenhydramin (DPH) bezeichnet.
Bei stärkerer Dosierung wirkt das Medikament stark halluzinogen. Erfahrungsberichte in verschiedenen Foren zeigen bereits bei einer Menge von 250 mg auftretende Halluzinationen und Paranoia. Das Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte informierte im Juli 2007 über den Missbrauch von Diphendydramin. Symptome von Erregung, Verwirrung, Halluzinationen und Veränderungen im EKG wurden bei Mengen ab 500mg beobachtet, schwerere Symptome wie Delirium, Psychose und Koma ab 1000mg. In einem Tripbericht werden die Erfahrungen mit 800mg DPH (16 Tabletten) + 360mg DXM (12 Kapseln) beschrieben - das sind Mengen, die nach den Angaben der Apothekerverbände schon sehr bedenklich sind. Betrachtet man sich den Erfahrungsbericht näher, so beginnt es schon mit der Aussage "ich kann mich leider nicht mehr an allzu viel erinnern". Weiter unten werden dann "mehrere leere Packungen" erwähnt... ein deutlicher Hinweis darauf, dass die genaue Dosierung dem Konsumenten selbst nicht bekannt ist. Der "Nachlegeeffekt" ("da ich nichts spürte und keine Wahrnehmungsveränderung feststellen konnte") mit 200 mg hätte schnell ins Koma führen können - oder in eine möglicherweise irreversible Psychose. Der Effekt, irgendwo "hängenzubleiben", kann sehr wohl auch bei Cannabis auftreten - die weit unterschätzte Gefährlichkeit von Cannabis wird nicht nur in den Materialien der Deutschen Hauptstelle für Suchtgefahren deutlich, sonden auch im entsprechenden Artikel zur drogeninduzierten Psychose bei Wikipedia.
Nüchtern betrachtet stellt sich aber auch die Frage, warum sich manche Menschen solche unangenehmen Erfahrungen selbst "antun" - auch bei geringeren Mengen werden unangenehme Effekte beobachtet. Was ist so interessant daran, sich wölbende Wände zu sehen, Halluzinationen von krabbelnden Spinnen zu erleben, müde und "voll daneben" durch die Gegend zu laufen? Das Argument der angeblichen "Bewusstseinserweiterung" oder tieferer Einsichten in die eigene Psyche... dafür ist kaum eine Bestätigung zu finden. Wahrnehmungstäuschungen mit der Gefahr, entweder massiv körperliche Probleme zu bekommen oder in einer Psychose hängen zu bleiben. Mehr lässt sich von einer Überdosierung von DPH nicht erwarten. Was bitte ist daran "lustig"?

"Es war schon sehr geil, einfach weil es so krass war und ich hatte zum ersten mal seit langem wieder richtige Adrenalin-Kicks. Die machen halt jeden süchtig, der leicht masochistisch veranlagt ist"
(aus einem Drogenforum).

Für manche ist es offensichtlich ein "Gewinn", eine Erfahrung, die ihnen subjektiv "toll" erscheint - der Wunsch, solche seltsamen Erlebnisse zu wiederholen zeichnet den Weg in die Abhängigkeitserkrankung schon deutlich vor. Bei DPH wird dieser Weg allerdings zuerst in die Psychiatrie führen. Der bewusste Schritt aus der Realität hinaus, der Genuss des Bizarren und Irrealen um den Preis der Zerstörung des Realitätsbezugs - daran kann ich nichts Gesundes erkennen. Es ist, nüchtern betrachtet, ein gefährliches Spiel mit der eigenen Gesundheit und dem eigenen Verstand, das leicht außer Kontrolle geraten kann...

von Methusalem veröffentlicht in: Prävention Community: Wellness und Gesundheit
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  • : 29.09.1962
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  • : Mein Name ist Rolf Grießhammer, ich bin Diplom-Psychologe und Sprecherzieher. Sinn und Zweck meines Blogs ist es, im Dialog mit anderen Menschen an einer Zukunft zu arbeiten, in der und für die es sich zu leben lohnt.

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