Das darf ja wohl nicht wahr sein... was da bei der Telekom
abging, wirft viele Fragen auf.
Ein Artikel im Manager magazin geht der Psyche der Topmanager
nach. Was Ullrich Sollmann da so von sich gibt, stimmt nachdenklich.
"Zur Machtausübung von Managern gehören Verhaltensweisen, die im Geheimen stattfinden. Ohne so etwas geht es prinzipiell
nicht", sagt er da. Wie bitte? Unumschränkte Herrschaft, keiner darf ihnen in die Karten gucken, und das soll auch noch notwendig sein? Einspruch! Wer Verantwortung für ein Unternehmen
trägt, hat eben nicht nur Macht, sondern auch Verantwortung - das Geheimnisvolle als Notwendigkeit... passt nicht in eine demokratische Gesellschaft. Wie bitte sollen die Mitarbeiter jemals einem
Manager vertrauen können, der im Geheimen irgendwelche Dinger dreht?
Alles, was danach kommt, die Erklärungen für die seltsamen Vorgänge in der Telekom - sie zeigen deutlich Züge von Persönlichkeitsstörungen bei Topmanagern auf.
Das also ist die Elite der Wirtschaft, das also sind die wirklich Großen?
Allein die Begriffe, um die es immer wieder geht, erinnern stark an verschiedene Persönlichkeitsstörungen - es scheint beinahe so zu sein, als ob zu einem
Topmanager auf jeden Fall anankastische Züge (Zauberwort "Kontrolle"), narzisstische Züge (Stichwort "Selbstverliebtheit") und auch dissoziale Züge (das Geheimnisvolle, die Überschreitung von
Grenzen, weil man sich das ja erlauben kann) und eine ordentliche Portion Paranoia gehören.
Gesprächsfähigkeit, Konfliktfähigkeit, Glaubwürdigkeit, moralische Integrität: Fehlanzeige. Dafür: immens überzogene Gehälter. Mit Demokratie hat all das überhaupt nichts zu tun.
Mit Gesundheit auch nicht. Und ob es der Wirtschaft gut tut... nun, darüber sollen die Ökonomen ein Urteil fällen...
Spannend ist die Zusammenstellung von Managementfehlern:
Aus einer anderen Perspektive lassen sich Rückschlüsse ziehen, was wirklich gute Manager auszeichnet und manchen zu fehlen scheint: soziale Kompetenzen, eine
starke und gesunde Persönlichkeit und Echtheit - nur so lässt sich Glaubwürdigkeit erreichen. Als Gegenposition zur Sollmann-These von oben möchte
ich noch einen Punkt hinzufügen: Transparenz.
Glaubwürdigkeit erreichen - das hätte gelingen können, wenn die Telekommunikationsfirmen sich bereit gefunden hätten, sich dem Problem zu stellen. Es ist
enttäuschend zu beobachten, dass das geplante Treffen in Berlin einfach abgesagt
wird.
Da gibt es ein Problem, das es zu lösen gilt. Von einer starken Persönlichkeit sollte man erwarten können, dem nachvollziehbaren Anliegen zu folgen,
über Datenschutz nachzudenken. Aber klar, das geht uns ja nichts an, wenn wir nicht "Telekom" sind. Macht ausüben ja, Verantwortung tragen nein?
Es ist nicht zu fassen!
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